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Kursreihe "Pflege und Mehr" 2020

04.10.2020

Es kommt oft überraschend, dass ein naher Angehöriger erkrankt. In der Regel ist man darauf nicht vorbereitet. Man weiß nicht, was man machen soll? Wer kann einem helfen?

Aus diesem Grund hat das kommunale Netzwerk Kernen von Bahnmüller-Stiftung, Seniorenrat Kernen und Seniorenlotsin eine Kursreihe für pflegende Angehörige und Interessierte im Jahr 2019 eine Kursreihe organisiert. Diese Reihe war sehr erfolgreich.

Deshalb hat das kommunale Netzwerk Kernen auch im Jahr 2020 die Kursreihe „Pflege und Mehr“ 2020 angeboten. Doch nach dem ersten Vortrag am 5. März mussten wegen der Ausbreitung des Corona-Virus alle weiteren Veranstaltungen abgesagt werden.  

Doch nun können die Vorträge – unter Corona-Bedingungen – nachgeholt werden. Allerdings nicht wie im Frühjahr vorgesehen in der Begegnungsstätte in Rommelshausen, sondern im großen Saal im Bürgerhaus. Hier kann der notwendige Abstand der Besucher eingehalten werden.

Damit bietet sich die Gelegenheit für alle, die auf den Wartelisten stehen, wie auch für neue Interessenten, die entsprechenden Vorträge zu besuchen. Mit Hilfe von sechs unterschiedlichen Vorträgen sollen die Teilnehmer auf die auftretende Situation vorbereitet werden.

Die Vorträge beginnen jeweils um 18:00 Uhr. Dabei informieren fachspezifische Referenten zu den Themen in Zusammenhang mit der Pflege von Angehörigen. Da die Anzahl der Teilnehmerplätze auf Grund von Corona begrenzt sind, ist eine unbedingt eine vorherige Anmeldung notwendig, auch für eine eventuell mögliche Corona-Nachverfolgung. Andererseits bietet diese begrenzte Teilnehmerzahl einen besseren Austausch zwischen Referenten und Zuhörern.

Die Anmeldung erfolgt bei der Seniorenlotsin der Gemeinde Kernen: E-Mail: oder Telefon: 07151/205-22929. Die Vorträge können auch einzeln besucht werden. Der Besuch der Vorträge ist kostenlos

 

Di. 12.10.2020 Vortrag "Was tun bei Pflegebedürftigkeit – Der Pflegestützpunkt stellt sich vor"

Man kennt die Pflegeversicherung und ärgert sich auch darüber, dass sich die Kosten wieder erhöhen. Doch plötzlich kann es passieren, dass man selbst oder Angehörige auf einmal Hilfe nötig haben. Doch oft ist dann nicht klar, wer ist eigentlich zuständig, von wem kann man Hilfe erreichen? Und an welche Versicherung muss man sich wenden? Hilft jemand bei diesen Fragen?
 

Im diesem Vortrag unserer Kursreihe "Pflege und Mehr" 2020 geht es deshalb um die Pflegeversicherung. Erläutert werden, welche Leistungen über die Pflegeversicherung abgedeckt sind. Der Weg zur Beurteilung nach Pflegegraden wird erklärt. Auch so einfach Dinge wie die Beschaffung eines Rollators oder eines Pflegebetts werden im Versicherungsfall komplizierter. Und wenn es dem Angehörigen schlechter geht, muss man auch eine Änderung des Pflegegrads erwägen. Dazu muss man dann eine Begutachtung anfordern.
 

Es referiert Frau Melanie Schwarz vom Pflegestützpunkt Waiblingen. Der Pflegestützpunkt ist eine Einrichtung des Landratsamts des Rems-Murr-Kreis und hat Standorte in Waiblingen und Backnang. Frau Schwarz wird in ihrem Vortrag den Pflegestützpunkt und seine Angebote vorstellen.

 

Mi. 28.10.2020 Vortrag "Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht"

Die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht sind Dinge, an die man oft erst denkt, wenn es zu spät ist. Eine rechtzeitige, gute Vorsorge ist sehr wichtig. Auch in Hinblick auf die Gesundheit können Verbraucher weitreichende Entscheidungen schon frühzeitig regeln – für den Fall, dass man nicht mehr selbst entscheiden kann.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung regeln den Alltag und die Umsetzung der Wünsche, wenn man nicht mehr für sich selbst entscheiden kann. Doch welche Verfügung ist für welchen Zweck gedacht? Die Vorsorgevollmacht wendet sich zum Beispiel an denjenigen, der die alltäglichen Geschäfte wie Vermögensvorsorge und Behördengänge regeln soll und gesteht dieser Person die Vollmacht zu, dies im Namen des Ausstellenden zu erledigen. Die Patientenverfügung regelt die eigenen Wünsche in Bezug auf ärztliche Behandlungen in der Regel für die letzte Lebensphase. Hier kann genau festgelegt werden, welche medizinischen Behandlungen wann nicht mehr angewendet werden sollen und welche Maßnahmen man sich bis zuletzt wünscht.
Der Vortrag zeigt auf, was bei der Ausstellung von Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung beachtet werden sollte.

Referent ist Herr Dieter Krauss von der Bahnmüller-Stiftung. Herr Krauss war lange Zeit der Notar in Kernen. 

 

Do. 29.10.2020 Vortrag "Demenz und der Umgang mit den Betroffenen"

Eine häufig auftretende Erkrankung im Alter ist Demenz. Dabei beginnt es langsam. Man vergisst einige Dinge, findet seine Schlüssel nicht oder sucht dauernd seinen Geldbeutel. Und man weiß auch nicht mehr, was man gegessen hat. Diese Wesensveränderung steigert sich mit der Zeit. Man kann sich an die vergangenen Tage nicht mehr erinnern. Man vergisst die Namen von Bekannten und schließlich erkennt man nicht einmal Angehörige.

Diese Wesensänderung ist für pflegende Angehörige sehr schwer zu ertragen. Besonders da man ja die kranke Person ganz anders gewohnt ist. Darauf muss man sich einstellen. Der Vortrag soll vermitteln, wie man mit dieser Erkrankung umgehen muss.

Referenten sind Frau Gugeller und Frau Niegisch vom gleichnamigen Betrieb für Alten- und Krankenpflege.

 

Im Vergleich zur Kursreihe im Jahr 2019 werden auch zwei neue Vorträge angeboten, die sich mit weiteren Aspekten bei der Betreuung und Pflege beschäftigen.

 

Do. 05.11.2020 Vortrag "Was müssen Senioren beim Umgang und bei der Anwendung von Medikamenten beachten?"  

 Im Alter sammeln sich oft immer mehr Arzneien an. Man kann dabei den Überblick verlieren. Wann muss man welche Tabletten nehmen? Wie lange kann ich die Medikamente noch verwenden? Was mache ich, wenn ich die Medikamente falsch genommen habe? Wann bin ich abhängig von Medikamenten? Wie können mir Medikamente gefährlich werden?

Viele Fragen, auf die im Vortrag versucht wird, Antworten zu geben. Der richtige Umgang mit Medikamenten wird mit dem Alter schwieriger. Die Gefahr  von Medikamentenmissbrauch und Medikamentenabhängigkeit steigt. Der Vortrag soll darüber und den richtigen Umgang mit Medikamenten aufklären. 

Referent ist Frau Peters, Apothekerin.

 

Do. 12.11.2020 Vortrag "Begleitung im letzten Lebensabschnitt" 

 Besonders schwierig ist für die meisten Angehörigen der Umgang mit dem Sterben. Was kann man tun, um dem Sterbenden zu helfen? Und wer hilft mir dabei mit diesem Abschied fertig zu werden? Die meisten Menschen wollen zu Hause sterben. Dies ist nicht so einfach, denn auch die Angehörigen werden dadurch extrem belastet. Man ist froh, wenn man dabei Hilfe hat. Hier kann der Hospizdienst helfen. Es gibt im Rems-Murr-Kreis sowohl das stationäre Hospiz, aber auch die ambulante Hospizbegleitung. Der Vortrag soll vermitteln, wie eine Begleitung gerade in diesem letzten Lebensabschnitt eines Menschen und seiner Angehörigen aussehen kann und welche Hilfe dabei möglich ist.

Referent ist Frau Susanne Stolp-Schmidt, Hospizreferentin. Frau Stolp-Schmitz ist Hospizreferentin und fachliche Leitung der Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis e.V.