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Gesundheitstag 2026 am 27. September

08.​09.​2026

„Gesundheit erlebt man dort, wo man lebt. Wir haben in Kernen ein dichtes Netz aus Praxen, Diensten und Vereinen, nur weiß nicht jeder, was es alles gibt", sagt Bürgermeister Benedikt Paulowitsch. „Am 27. September ist all das an einem Ort versammelt, ohne Wartezimmer und ohne Termin."

Der Seniorenrat knüpft mit dem Gesundheitstag an seine Veranstaltungen von 2017 und 2019 an. Fünf Projektgruppen haben Ausstellung, Vorträge, Aktionen, Bewirtung und Werbung vorbereitet. „Wir wollten ein möglichst breites Angebot zum Thema Gesundheit in vielen Varianten schaffen. Dass sich dann auch Betriebe und Einrichtungen gemeldet haben, die wir gar nicht angeschrieben hatten, zeigt, wie gut sich der Tag herumgesprochen hat", sagt Ulrich Lang, Vorsitzender des Seniorenrats Kernen.

Vorträge und Bewegung unter einem Dach

Um 11 Uhr eröffnet Ulrich Lang den Tag im Saal 2, Bürgermeister Paulowitsch spricht das Grußwort. Ab 12 Uhr folgen stündlich Vorträge, unter anderem zu Resilienz, gesunder Ernährung, elektronischer Patientenakte und E-Rezept sowie zu Veränderungen beim Hören. In den Sälen laden Qigong, Lachyoga, Hula-Hoop, Tanzen, Balancetraining, Seniorenschminken und Riesenmikado zum Mitmachen ein, vor dem Bürgerhaus gibt es Gymnastik im Freien. In der Ausstellung im Saal 1 erhalten Besucher Beratung rund um Gesundheit, Vorsorge und Nachsorge.

„Auch wenn die Organisation beim Seniorenrat lag, richtet sich dieser Tag nicht nur an Senioren. Vieles spricht Jüngere genauso an", betont Lang. Bürgermeister Paulowitsch ergänzt: „Beim gemeinsamen Singen oder beim Boulespiel vor dem Bürgerhaus fragt niemand nach dem Alter. Solche Gelegenheiten entstehen nicht von allein, man muss sie schaffen. Dieser Sonntag ist so eine."

Sorgende Gemeinschaft stellt Hilver-App vor

Im Foyer informiert die Sorgende Gemeinschaft Kernen mit einem Glücksrad über alles, was zu einem selbstbestimmten Leben bis ins hohe Alter beiträgt. Sie stellt die Hilver-App vor, die im November mit einer Auftaktveranstaltung startet. „Die App bringt Menschen zusammen, die Unterstützung suchen, und Menschen, die gerne helfen, aber selbst entscheiden wollen, wann und wie lange", erklärt Seniorenlotse Holger Mayr. Ebenfalls im Foyer wird gebobbelt: Bei „Kernen bobbelt", einer Initiative von Bärbel Roller, entstehen aus Wollresten bunte Pompons, die als Girlanden im Ort aufgehängt werden. Mit dem eigens gebauten Kerner Bobbel-Brettle gelingt das auch Kindern. „Beim gemeinsamen Bobbeln kommt man ins Gespräch. Der Bobbel ist unser Symbol für die Sorgende Gemeinschaft in Kernen", sagt Mayr.

Die Erwin und Hermine Bahnmüller Stiftung finanziert die Vorträge und ist mit zwei Ständen vertreten, mit Hilfsmitteln aus dem Programm „Daheim Dank Digital" und mit Beispielen für gesunde Ernährung im Alter. „Die Gesundheitsvorsorge für ältere Bürger steht in unserer Satzung. Beim Gesundheitstag können wir genau das umsetzen", sagt Helmut Reder von der Bahnmüller Stiftung.

Besonders ans Herz legt der Bürgermeister den Tag den Angehörigen: „Wer für Eltern oder Großeltern mitdenkt, steht meist vor der Frage, wer eigentlich wofür zuständig ist. Eine Stunde an diesem Sonntag erspart später viel Suchen." Wer danach noch Fragen hat, kann sich an Seniorenlotse Holger Mayr im Rathaus wenden. Er berät kostenfrei, vermittelt Kontakte und kommt bei Bedarf auch nach Hause.

 

Das Bürgerhaus in der Stettener Straße 18 ist weitgehend barrierefrei, Aufzug und barrierefreie WC sind vorhanden. Für warme Gerichte, Kaffee und Kuchen sorgen die Gaststätte Burgstüble, das Café Vita a Roma, der Seniorenrat und Getränke Schneller. Der Gesundheitstag ist eine Kooperation von Gemeinde Kernen, Seniorenrat Kernen, Bahnmüller Stiftung und Sorgender Gemeinschaft Kernen